#7 Mitgliedergewinnung in der Praxis

Shownotes

In dieser Folge von Engagement to go spricht Marina mit Marlies von der Solidarischen Landwirtschaft Düsseldorf über die erfolgreiche Gewinnung von Mitgliedern und den Aufbau einer engagierten Gemeinschaft. Wie kann man Menschen für eine Initiative begeistern und sie langfristig an sich binden? Marlies gibt spannende Einblicke, wie die Solawi Düsseldorf Menschen für die Idee der solidarischen Landwirtschaft gewinnt und was dabei besonders gut funktioniert. Hört rein, wenn ihr erfahren wollt, welche praktischen Ansätze und kreativen Ideen dabei helfen, eine starke Gemeinschaft zu bilden und neue Mitglieder zu gewinnen. Hier erfahrt ihr mehr über die Solawi Düsseldorf: https://solawi-duesseldorf.de/ Wenn ihr Anregungen, Fragen oder Feedback zum Podcast habt, schreibt uns gerne unter wertvoll@verbraucherzentrale.nrw.

Disclaimer: Leider ist eines der zwei Mikrofone mitten in der Aufnahme ausgefallen, sodass der Ton von Marina circa ab Minute 3 etwas anders klingt.

Host: Marina Knust Skript: Isabel Naguib Schnitt: Marina Knust Produktion: Verbraucherzentrale NRW, Projekt Wertvoll NRW

Der Podcast ist Teil des Projekts „Wertvoll NRW – Landesweite Initiative für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln“ der Verbraucherzentrale NRW. Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein Westfalen fördert das Projekt bis Ende 2026. Wertvoll NRW hat sich das Ziel gesetzt, Lebensmittelverluste in Privathaushalten zu reduzieren. Durch Aktionen vor Ort, Online-Inhalte sowie Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationen bringt das Projekt Verbraucher:innen den Wert unserer Lebensmittel näher und vermittelt praktische Tipps für Haushalt und Ernährung im Alltag. Mehr zum Projekt: www.wertvoll.nrw Mehr zur Wertschätzung von Lebensmitteln: www.verbraucherzentrale.nrw/unsere-lebensmittel

Transkript anzeigen

00:00:00: Marlies: Das hören wir tatsächlich ziemlich oft, wenn wir fragen, wie seid ihr auf uns

00:00:03: Marlies: aufmerksam geworden, kommt die Antwort, ja, ich habe schon mal irgendwann vor

00:00:07: Marlies: Jahren von euch gehört und da hat es aber nicht gepasst und dann war jetzt der richtige Zeitpunkt.

00:00:25: Marina: Engagement to go, ein Podcast der Verbraucherzentrale NRW.

00:00:31: Marina: Hallo zu Engagement to go, dein Podcast für Engagement im Bereich Ernährung.

00:00:35: Marina: Ich bin Marina und eure Host für heute.

00:00:37: Marina: In der letzten Folge haben wir schon verschiedene Tipps zum Thema Mitgliedergewinnung gehört.

00:00:41: Marina: Wie wichtig ist es, Nähe zu schaffen und Sinn zu stiften, um Mitglieder direkt

00:00:45: Marina: von Anfang an einzubinden.

00:00:47: Marina: Heute schauen wir uns das mal ganz konkret an, denn Marlies von der Solidarischen

00:00:51: Marina: Landwirtschaft Düsseldorf berichtet uns aus der Praxis, wie Mitgliedergewinnung

00:00:54: Marina: in ihrer Initiative gestaltet wird und was dabei hilft, Menschen auch langfristig

00:00:58: Marina: zu begeistern. Hi Marlies.

00:01:00: Marlies: Hallo.

00:01:01: Marina: Möchtest du einmal kurz erzählen, wer du bist, was du so machst und was überhaupt die Solawi ist?

00:01:06: Marlies: Ja, ich bin Marlies, bin 31 Jahre alt, wohne in Düsseldorf und bin eigentlich

00:01:11: Marlies: Sozial- und Kulturpädagogin,

00:01:14: Marlies: hauptberuflich, aber nebenbei engagiere ich mich eben bei der Solawi Düsseldorf,

00:01:18: Marlies: das jetzt auch schon seit fünf Jahren und weiterhin sehr begeistert.

00:01:23: Marlies: Die Solawi Düsseldorf ist ein gemeinnütziger Verein, der sich an Regionen Düsseldorf,

00:01:28: Marlies: aber auch Neuss und Kaarst richtet.

00:01:30: Marlies: Und wir haben zusammen als Verein Ackerflächen gepachtet und auch Gärtner:innen

00:01:36: Marlies: angestellt, sodass wir gemeinschaftlich Gemüse anbauen können.

00:01:39: Marlies: Man kann auch selber mithelfen und durch diese Kombination aus Haupt- und Ehrenamt

00:01:46: Marlies: wird dann wöchentlich Gemüse geerntet und diese Ernte auf alle im Verein aufgeteilt.

00:01:52: Marlies: Man kann sich seinen Anteil dann an verschiedenen Abholorten im Gebiet abholen.

00:01:57: Marlies: Und damit unterstützen wir eine faire und regionale Landwirtschaft.

00:02:02: Marlies: Man hat die Möglichkeit, sich zu engagieren und sehr viele nette Menschen kennenzulernen.

00:02:06: Marlies: Ja, und es ist auch möglich, immer noch mitzumachen.

00:02:09: Marina: Ja, sehr cool. Und du hast uns heute, wie wir das hier im Podcast so machen,

00:02:13: Marina: auch wieder Tipps mitgebracht zum Thema Mitgliedergewinnung.

00:02:16: Marina: Was wäre denn dein erster Tipp?

00:02:19: Marlies: Ja, ich musste ein bisschen nachdenken. Also Mitgliedergewinnung ist auch ein

00:02:23: Marlies: sehr großes Thema bei uns.

00:02:25: Marlies: Und dann habe ich nochmal in eine Umfrage geschaut, die wir jedes Jahr tatsächlich

00:02:30: Marlies: machen unter den bestehenden Mitgliedern, wie sie auf uns aufmerksam geworden sind.

00:02:36: Marlies: Und die meisten Mitglieder gewinnen wir tatsächlich über Freunde und Bekannte

00:02:40: Marlies: von bereits bestehenden Mitgliedern, indem die das weitererzählen oder einfach

00:02:45: Marlies: die Solawi-Idee verbreiten.

00:02:48: Marlies: Und unser Praxistipp, den wir jedes Jahr auch machen, ist, dass wir Infomaterial

00:02:54: Marlies: für unsere Mitglieder zur Verfügung stellen, die dann immer verteilt werden

00:02:58: Marlies: können, sei es in Form von Flyern, die man sich in die Hand drücken kann oder halt auch online.

00:03:04: Marlies: Zum Beispiel einfach, was man über den Status teilen kann bei einem Messenger.

00:03:09: Marlies: Das ist natürlich sehr niedrigschwellig.

00:03:11: Marlies: Genau, dafür brauchen wir natürlich sehr viele begeisterte Mitglieder,

00:03:15: Marlies: sodass der Funke überspringen kann.

00:03:17: Marlies: Denn wenn man selber begeistert ist, dann begeistert man natürlich auch andere.

00:03:21: Marlies: Und da versuchen wir auch immer, möglichst viele schöne Aktionen neben dem Gemüse

00:03:26: Marlies: zu machen, wo auch Raum für Austausch entsteht.

00:03:28: Marlies: Man kann sich immer bei der Ernte treffen oder auch mal einen gemütlichen Abend

00:03:31: Marlies: auf unserer Fläche im Südpark gemeinsam beim Lagerfeuer ausklingen lassen.

00:03:35: Marina: Ja, total gut. Also so ein bisschen einerseits Mitglieder, werben Mitglieder,

00:03:40: Marina: andererseits man hat halt wirklich eine Gemeinschaft, was natürlich für potenzielle

00:03:45: Marina: neue Mitglieder dann auch attraktiv ist.

00:03:47: Marina: Ich finde das total interessant, dass ihr solche Umfragen gemacht habt,

00:03:51: Marina: was am besten funktioniert hat.

00:03:53: Marina: Das ist auch nochmal ein ganz guter Tipp für bestehende Initiativen,

00:03:56: Marina: einfach mal zu schauen, okay, die Mitglieder, die wir haben,

00:04:00: Marina: wie haben wir die denn bekommen und was hat gewirkt und kann man davon dann

00:04:05: Marina: vielleicht auch in der Zukunft noch mehr umsetzen.

00:04:08: Marina: Hast du noch einen zweiten Tipp, den du uns überlegt hast?

00:04:11: Marlies: Ja, der zweite Tipp ist vielleicht ein bisschen offensichtlicher.

00:04:15: Marlies: Es ist nämlich die Sichtbarkeit, worum es geht.

00:04:18: Marlies: Wir versuchen natürlich überall sichtbar zu sein, sei es nun bei Menschen,

00:04:22: Marlies: die sich für uns interessieren oder auch einfach die mal von der Solawi-Idee

00:04:26: Marlies: gehört haben sollten, weil die es ja vielleicht auch wieder weiter erzählen.

00:04:30: Marlies: Also wir setzen darauf, dass die Idee einfach im Hinterkopf präsent ist und

00:04:35: Marlies: sich dann zu gegebener Zeit vielleicht auch, also vielleicht dann auch Gewinn

00:04:39: Marlies: bringen kann, weil manchmal passt es ja auch nicht.

00:04:41: Marlies: Man hat vielleicht kleine Kinder oder Eltern, um die man sich kümmert.

00:04:45: Marlies: Aber wenn die Idee schon mal da ist und dann der richtige Zeitpunkt kommt,

00:04:49: Marlies: dann kann man sich vielleicht doch einbringen und dabei sein.

00:04:52: Marlies: Das hören wir tatsächlich ziemlich oft, wenn wir fragen, wie seid ihr auf uns

00:04:56: Marlies: aufmerksam geworden, kommt die Antwort, ja, ich habe schon mal irgendwann vor

00:05:00: Marlies: Jahren von euch gehört und da hat es aber nicht gepasst und dann war jetzt der richtige Zeitpunkt.

00:05:05: Marina: Wie sorgt ihr dann dafür, auch wirklich sichtbar zu sein und den Leuten auch

00:05:10: Marina: die Möglichkeit zu geben, dann einzusteigen, dass die halt nicht an dem Punkt bleiben?

00:05:15: Marina: So, wir haben irgendwie davon gehört, aber wollen noch nicht mitmachen.

00:05:19: Marina: Wie kriegt ihr die Durchsichtbarkeit dahin, dass die dann wirklich sagen,

00:05:23: Marina: okay, wir wollen mitmachen?

00:05:24: Marlies: Ja, ich glaube auch durch den Kontakt wieder sehr stark. Wir sind auch regelmäßig,

00:05:29: Marlies: also jedes Jahr an den gleichen Infoständen zu finden.

00:05:32: Marlies: Da gibt es schon wirklich so etwas, was immer wiederkehrt.

00:05:36: Marlies: Also feste Termine im Jahr, zum Beispiel beim Saatgutfestival sind wir jedes

00:05:40: Marlies: Jahr mit vielen Menschen in Kontakt.

00:05:42: Marlies: Bei der Nachhaltigkeitswoche im Salzmannbau oder beim Lammertzhoffest.

00:05:47: Marlies: Und auch da treffen wir manchmal Menschen, die jedes Jahr kommen und so bleibt

00:05:51: Marlies: man eben ein bisschen in Kontakt und kann sich auch ein Newsletter bei uns eintragen,

00:05:55: Marlies: sodass man auf dem Laufenden gehalten wird, ohne Mitglied zu sein und so natürlich

00:06:00: Marlies: immer mitbekommt, was bei uns gerade läuft.

00:06:02: Marina: Ja, Newsletter finde ich eine super Idee an der Stelle, weil das auch schon

00:06:06: Marina: so ein bisschen ist, man bekommt einen Einblick, aber man muss halt noch nicht

00:06:10: Marina: direkt teilnehmen und da wird man vielleicht auch so ein bisschen dahin geleitet.

00:06:15: Marina: Und auch das mit den Veranstaltungen ist super, dass halt wirklich einfach alle

00:06:18: Marina: Menschen hinkommen können, sich informieren können und man einfach den Zugang

00:06:23: Marina: schafft, dann irgendwann auch wirklich mitzumachen.

00:06:25: Marina: Was mich jetzt zu der Frage noch interessieren würde, wäre, wenn du sagst,

00:06:30: Marina: ihr seid auf Veranstaltungen oder macht auch selber Veranstaltungen,

00:06:35: Marina: wie ist es dann da in Gesprächen mit interessierten Menschen?

00:06:38: Marina: Also was funktioniert am besten, dass die Menschen genug Infos haben einerseits

00:06:44: Marina: und wissen, was auf sie zukommt und andererseits Lust bekommen, auch mitzumachen?

00:06:48: Marlies: Ja, auch da, was ich immer wieder höre, ist, ja, und ihr wart dann so nett am Infostand.

00:06:53: Marlies: Also ich glaube, wenn man einfach merkt, dass man die gleichen Werte teilt und

00:06:57: Marlies: auch die Personen, die interessiert sind, von sich ein bisschen was erzählen

00:07:01: Marlies: können und vielleicht auch erzählen, wo sie sich schon einbringen oder wo sie schon mal,

00:07:05: Marlies: welche Gemüsesorten sie gerne essen oder so, dass man da schon eine Verbindung schafft.

00:07:10: Marlies: Und dann wird natürlich die Lust auch größer mitmachen zu wollen und dann natürlich

00:07:15: Marlies: aber auch Infomaterial, was man mitnehmen kann, was man zu Hause vielleicht

00:07:19: Marlies: nochmal auf dem Schreibtisch liegen sieht und sich erinnert, ach stimmt,

00:07:22: Marlies: da war ja so ein schöner Verein, vielleicht ist es dieses Jahr was für mich.

00:07:27: Marina: Ja, also persönlicher Kontakt immer super wichtig und halt einfach authentisch

00:07:31: Marina: und sympathisch sein, dann erreichen, glaube ich, ganz gut Leute,

00:07:35: Marina: die halt dann auch Mitglieder werden.

00:07:37: Marina: Du hast es gerade schon gesagt, Material, erstellt ihr das selber? Worauf achtet ihr da?

00:07:43: Marlies: Ja, wir stellen das selber. Also wir sind halt, wir haben eine AG,

00:07:47: Marlies: die nennt sich AG Öffentlichkeitsarbeit und wir sind aber alle rein ehrenamtlich.

00:07:51: Marlies: Das heißt, ja, es hängt immer vom Engagement ab von uns, wie wir uns einbringen.

00:07:56: Marlies: Und wir gestalten die Flyer selbst, schreiben auch Pressemitteilungen selbst.

00:07:59: Marlies: Und wichtig ist uns dabei, möglichst einfach diese doch recht komplexe Idee

00:08:07: Marlies: auch von der solidarischen Landwirtschaft zu erklären und dabei sympathisch

00:08:11: Marlies: zu wirken und so ein bisschen hervorzustechen,

00:08:14: Marlies: weil es oft ja auch Verwechslungsgefahr gibt, zum Beispiel zu Biokisten oder

00:08:18: Marlies: so, die auch toll sind, aber halt etwas anderes als die Solawi.

00:08:22: Marlies: Also da, um in möglichst einfachen Worten etwas zu erklären,

00:08:26: Marlies: das ist, glaube ich, die größte Herausforderung.

00:08:28: Marina: Ja, was ich da raushöre, ist halt, man muss präzise sein, man muss seine Idee

00:08:33: Marina: in einfachen, wenigen Worten darstellen können und halt auch in einer Form,

00:08:38: Marina: die alle, also möglichst eine breite Zielgruppe anspricht und die Zielgruppe auch versteht.

00:08:43: Marlies: Genau, es gibt ja auch eine Fülle an Flyern, die man täglich so bekommt und

00:08:47: Marlies: dann hat man vielleicht nur zwei Sekunden Zeit, um dann zu überzeugen.

00:08:52: Marina: Wobei ich auch manchmal das Gefühl habe, dass es dann gar nicht die Flyer sind,

00:08:55: Marina: sondern eher die Art, wie man an die Flyer kommt oder wie man überhaupt davon erfährt.

00:09:01: Marina: Ich bin zum Beispiel selber jetzt auch Mitglied in der Solawi

00:09:03: Marina: in Köln geworden

00:09:04: Marina: und weiß auch schon ganz lange davon, weil eine befreundete WG von mir schon

00:09:11: Marina: Mitglied war und ich es über die dann erfahren habe.

00:09:14: Marina: Also, dass wirklich Mitglieder auf andere Mitglieder oder neue Mitglieder werben.

00:09:19: Marina: Das funktioniert tatsächlich aus eigener Erfahrung.

00:09:21: Marlies: Hast du die gleiche Erfahrung gemacht, wie wir machen. Ja, spannend.

00:09:25: Marina: Ja, total gut. Hast du noch einen Tipp mitgebracht?

00:09:29: Marlies: Ja, den dritten Tipp habe ich Einstiegsmöglichkeiten, die möglichst niedrigschwellig

00:09:35: Marlies: sind, so ein bisschen für mich genannt.

00:09:38: Marlies: Weil es ist natürlich schon eine Entscheidung, sich auch für ein Jahr zu verpflichten,

00:09:43: Marlies: in Anführungszeichen, oder halt einem Verein anzuschließen und beizutreten.

00:09:47: Marlies: Und deswegen haben wir uns dieses Jahr neu überlegt, einen Schnuppermonat anzubieten.

00:09:53: Marlies: Das heißt, man konnte einfach für einen Monat unverbindlich ausprobieren,

00:09:57: Marlies: hat dann vier Gemüsekisten bekommen, wurde auch vor Ort, wo man das Gemüse abholen

00:10:02: Marlies: kann, begleitet und betreut.

00:10:04: Marlies: Also hat direkt jemanden kennengelernt und konnte sich danach entscheiden,

00:10:08: Marlies: ob man weitermacht oder nicht.

00:10:10: Marlies: Und da hat sich tatsächlich ein Viertel der Leute dazu entschieden,

00:10:14: Marlies: weiterzumachen. Das heißt, es war für uns ein ganz guter Output.

00:10:18: Marlies: Und wir haben auch neu kleine Anteile. Also wir haben dann versucht,

00:10:22: Marlies: mit dem, was wir schon haben, zu gucken, wie können wir die Schwelle niedriger setzen.

00:10:26: Marlies: Vielleicht ist es für manche eine zu große Herausforderung, eine ganze Kiste

00:10:30: Marlies: zu verbrauchen und dann haben wir die Kisten für manche einfach kleiner gemacht

00:10:34: Marlies: und das wird auch gut angenommen.

00:10:35: Marina: Ja, ich versuche das jetzt mal so ein bisschen auch zu beziehen auf allgemein

00:10:41: Marina: Initiativen und Engagement.

00:10:42: Marina: Also der Punkt daran ist ja,

00:10:45: Marina: Mitgliedern von Anfang an was anzubieten, wie sie leicht einsteigen können und

00:10:51: Marina: wie sie niederschwellig überhaupt erstmal alles kennenlernen können und sich

00:10:56: Marina: je nach Kapazität dann halt auch einbringen können.

00:10:58: Marina: Also gerade wenn man in eine größere Initiative neu dazukommt,

00:11:03: Marina: hat man ja vielleicht auch erstmal das Gefühl,

00:11:06: Marina: was kann ich hier überhaupt machen, wie finde ich mich hier zurecht,

00:11:11: Marina: wie kann ich, wenn ich wenig Kapazität habe, trotzdem auch was tun.

00:11:17: Marina: Und ja, da sind solche Sachen auf jeden Fall eine ganz gute Sache.

00:11:20: Marina: Vielleicht nochmal zurück zu den Veranstaltungen und den Orten,

00:11:26: Marina: wo man potenziell neue Mitglieder treffen kann und sich informieren kann als

00:11:32: Marina: Mensch, der vielleicht eine Initiative sucht.

00:11:34: Marina: Was sind da so für Orte, die gut funktionieren? Kann man sowas irgendwie sagen,

00:11:40: Marina: dass besondere Veranstaltungen gut funktionieren oder besondere Orte,

00:11:46: Marina: wo man auch viele verschiedene Menschen trifft?

00:11:49: Marlies: Also was mir da als erstes einfällt, ist so eine Kombination aus Kochen und Film und Info.

00:11:56: Marlies: Das haben wir jetzt schon mehrfach ausprobiert, auch in Kooperation mit dem

00:12:01: Marlies: Bürgerhaus Salzmannbau, was ja auch einfach ein gemeinschaftlicher Ort an sich

00:12:05: Marlies: schon ist, wo viele Menschen hinkommen.

00:12:07: Marlies: Und dann die Verbindung eben aus etwas zusammen tun,

00:12:10: Marlies: was man gerne tut, nämlich kochen mit leckerem Solawi-Gemüse,

00:12:13: Marlies: was man dann schon mal probieren kann und anschließend noch einen Film,

00:12:17: Marlies: der sich auch um Ernte und Landwirtschaft dreht und da die Möglichkeit,

00:12:22: Marlies: einfach ins Gespräch zu kommen.

00:12:23: Marlies: Das hat sich als eine schöne Veranstaltung herausgestellt.

00:12:30: Marlies: Und wenn wir unsere Infoabende machen, dann gucken wir auch immer,

00:12:33: Marlies: dass wir in Cafés oder vielleicht auch in anderen Bürgerhäusern oder Kulturzentren

00:12:38: Marlies: da mal einen Infoabend machen können,

00:12:41: Marlies: dass wir auch mal etwas aus der Bubble rauskommen und Menschen ansprechen,

00:12:44: Marlies: die vielleicht sonst nicht auf uns aufmerksam geworden wären.

00:12:47: Marina: Ja, finde ich total gute Tipps und kann man auch eigentlich auf alle möglichen Initiativen beziehen.

00:12:52: Marina: Einfach dahin gehen, an öffentlichen Orten, Cafés zum Beispiel Infoveranstaltungen

00:12:58: Marina: machen und die Infos, die man vermitteln möchte, verbinden mit Aktivitäten,

00:13:03: Marina: mit irgendwas, was noch dazu kommt und sich halt nicht einfach irgendwo hinstellen

00:13:08: Marina: und hoffen, dass Leute kommen, die interessiert sind, sondern halt wirklich.

00:13:13: Marina: Gucken, was passt zu meinem Thema, was passt zu dem, was ich vermitteln möchte.

00:13:17: Marina: Bei einer Solawi bietet es sich natürlich an, was mit Kochen zu veranstalten.

00:13:21: Marina: Aber das geht ja genauso gut, wenn man jetzt einen Gemeinschaftsgarten hat oder

00:13:24: Marina: so, kann man ja das Gleiche auch machen.

00:13:27: Marina: Und solche Dinge gibt es eigentlich für ungefähr jede Art von Ehrenamt.

00:13:32: Marina: Okay, dann fasse ich die Tipps von heute nochmal ganz kurz zusammen.

00:13:37: Marina: Wir haben gehört, es ist super wichtig, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

00:13:42: Marina: Mitglieder sind die beste Werbung und es macht total viel aus,

00:13:46: Marina: wenn man über das Jahr verteilt, immer mal wieder Veranstaltungen hat,

00:13:50: Marina: auch schon mit der Initiative zusammen,

00:13:52: Marina: die aber auch offen sein können für potenzielle neue Mitglieder und dieser persönliche

00:13:58: Marina: Kontakt ist halt das, was dann wirkt.

00:14:02: Marina: Dann haben wir gehört, Sichtbarkeit gewährleisten ist total wichtig,

00:14:07: Marina: Öffentlichkeitsarbeit, dass man auch

00:14:09: Marina: wirklich gesehen wird und den Leuten vielleicht auch was mitgeben kann,

00:14:12: Marina: dass man Flyer hat, dass man alle Infos gut zugänglich hat und so dann eben

00:14:18: Marina: auch die Leute erreicht.

00:14:19: Marina: Und als drittes hatten wir niederschwellige Einstiegsmöglichkeiten bieten und

00:14:24: Marina: den Anfang so leicht wie möglich gestalten.

00:14:26: Marina: Es ist wichtig, dass man die Menschen von Anfang an mitnimmt und dafür sorgt,

00:14:32: Marina: dass sie sich auch beteiligen können, auch egal wie viele Kapazitäten da sind.

00:14:37: Marina: Ja, dann danke dir für deinen wertvollen Tipps und dass du hier warst.

00:14:43: Marlies: Ja, danke, dass ich da sein durfte.

00:14:49: Marina: Ja, wie sieht das denn bei euch aus? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht mit Mitgliedergewinnung?

00:14:54: Marina: Gab es da vielleicht auch Probleme oder habt ihr noch irgendwelche anderen Tipps,

00:14:59: Marina: wie man besonders gut Leute erreichen kann?

00:15:01: Marina: Ihr könnt uns gerne Kommentare schreiben oder eine E-Mail an wertvoll@verbraucherzentrale.nrw.

00:15:07: Marina: Und die Solawi Düsseldorf findet ihr auch im Link in der Beschreibung.

00:15:11: Marina: Und in der nächsten Folge beschäftigen wir uns dann mit dem Thema Öffentlichkeitsarbeit.

00:15:17: Marina: Und da geht es erstmal so ein bisschen um psychologische Hintergründe,

00:15:21: Marina: wenn man Öffentlichkeitsarbeit machen möchte, um Motivationstypen und solche Dinge.

00:15:27: Marina: Ja, dann hören wir uns in der nächsten Folge. Bis bald!

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